Hoch hinaus in Frankfurt

Blick auf Frankfurt aus der Höhe

Blick auf Frankfurt von der Aussichtsplattform des Main Towers in 200 Metern Höhe. Links vom Commerzbank-Hochhaus leuchtet das kupfergrüne Dach der Paulskirche. Dahinter ist im gleichen rötlichen Stein der Turm des Doms zu sehen. © Foto: Meike Nordmeyer

Wer einmal ganz hoch hinaus möchte, kann das in Frankfurt am Main in nur einigen Sekunden schaffen. Die Möglichkeit dafür bietet der Main Tower, der mit 200 Metern Höhe gemeinsam mit dem Tower 185 das vierthöchste Hochhaus der Stadt und damit zugleich von ganz Deutschland ist.

Bekannt geworden ist das Gebäude auch durch das Klappern, Kullern und Hüpfen der kleinen weißen Bälle mit den schwarzen Zahlen darauf. Bis Sommer 2013 wurden jeden Samstag im Studio des Hessischen Rundfunks in der 53. Etage des Main Towers vor dem Panorama von Frankfurt die Lottozahlen gezogen und das ganze Prozedere live übertragen. Das gehört nun aber schon in das Reich der Nostalgie.

In nur 45 Sekunden in den 54. Stock sausen

Bei einem Stadtrundgang durch Frankfurt dauert es nicht lange, bis der Besucher den Wunsch verspürt, auf einen der Wolkenkratzer hinaufzufahren. Es reizt doch allzu sehr, die Stadt auch einmal von da oben zu sehen. Diese Möglichkeit bietet zum Glück der Main Tower an der Neuen Mainzer Straße im Finanzviertel. Das Gebäude ist das einzige öffentlich zugängliche Hochhaus in der Stadt. Ein Aufzug bringt die Besucher in etwa 45 Sekunden bis zum 54. Stockwerk im Rundturm. Dann führen noch einige Treppenstufen weiter hinauf bis zur Aussichtsplattform auf der 56. Etage. Wenn man komplett zu Fuß gehen würde, dann hätte man 1090 Treppenstufen bis zur Turmspitze zu erklimmen. Dann also doch lieber den Aufzug.

Dabei geht es doch schon so schnell. Und trotzdem – eine junge Besucherin kann es nach der Aufzugsfahrt kaum mehr erwarten. Die Jugendliche rennt die letzten Stufen hinauf und ruft nur noch „Toll, toll, toll, das ist ja krass!“ Andere sind einfach sprachlos. Die Aussicht auf die Stadt, der Rundblick aus 200 Metern Höhe ist überwältigend. Bei klarer Sicht ist der Große Feldberg, die höchste Erhebung des Taunus zu sehen. Dieses Glück habe ich am Sonntagmittag zum Abschluss meines Wochenend-Trips nach Frankfurt auch. Mächtig windig ist es dort oben „hoch über den Dächern von Frankfurt“, wie Lottofee Franziska Reichenbacher es immer so schön formuliert hat. Ich blicke fasziniert auf die Sehenswürdigkeiten, die ich am Tag zuvor erlaufen habe: in Blickrichtung Süd-Ost die Paulskirche, der Dom, die Fachwerkhäuser am Platz vor dem Rathaus mit dem schönen Namen „Römer“, daneben der Eiserne Steg und die dahinter folgenden Main-Brücken. In Richtung Westen sind der Hauptbahnhof und weiter hinten schemenhaft auch der Flughafen zu sehen, nach Nord-Westen das Messegelände.

Eins ist klar: Eine Fahrt hinauf zur Aussichtsplattform des Main Towers sollte auf jeden Fall zu einem Besuch der Stadt dazu gehören. Beim nächsten Mal werde ich wieder hinaufsausen.

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Auf der 53. Etage des Main Towers befindet sich ein Restaurant und eine Lounge. Dort einzukehren, ist sicherlich auch ein besonderes Erlebnis, für das ich an diesem Wochenende leider keine Zeit hatte. Eine Platzreservierung ist dafür anzuraten.

Der Eintrittspreis für die Aussichtsplattform beträgt 6,50 Euro. Weitere Informationen zum Main Tower mit Angabe der Öffnungszeiten von Aussichtsplattform, Restaurant und Lounge finden sich unter: www.maintower.de

Zum Städtetrip nach Frankfurt bin ich von HRS und der Deutschen Bahn eingeladen worden.

Frankfurter Skyline am Abend

So sieht die Frankfurter Skyline an einem Frühlingsabend aus. Der Main Tower ist nicht zu sehen, er ist versteckt hinter dem gelb angeleuchteten Commerzbank-Tower, dem höchsten Gebäude Deutschlands mit 259 Metern Höhe. Mit Antenne beträgt die Höhe des Wolkenkratzers 300 Meter.
© Foto: Meike Nordmeyer

 

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Meike Nordmeyer

Über Meike Nordmeyer

Hier bloggt Meike Nordmeyer, freie Journalistin aus Wuppertal. Auf ihrem Reiseblog meikemeilen schreibt sie über ihre Reisen rund um die Welt, und ihre liebsten Themen sind dabei Kultur und Genuss.
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5 Antworten auf Hoch hinaus in Frankfurt

  1. Ja, unser Bonsai-New York kann schon beeindrucken:-)
    Wer ganz flink und kostenlos einen prima Rundblick haben will, und wochentags unterwegs ist, fährt einfach in die oberste Etage von Galeria Kaufhof. Oder ganz nach oben in der Zeilgalerie, das geht, glaube ich auch Sonntags. Super Plattformen und die Möglichkeit, bei einem sommerlichen Getränk Skyline zu gucken…

  2. meikemeilen meikemeilen sagt:

    Bonsai-New York – sehr schöne Bezeichnung! :-D
    Danke auch für die guten ergänzenden Tipps.
    Viele Grüße, Meike

  3. Jessi sagt:

    Ich mag Frankfurt sehr, auch wenn viele behaupten, es sei hässlich.
    Das letzte Foto ist toll!
    Liebe Grüße
    Jessi

  4. meikemeilen meikemeilen sagt:

    Ja, das Foto ist so schön romantisch, nicht wahr? Frühling ist so wunderbar! #hach
    Danke und liebe Grüße, Meike

  5. Nick sagt:

    Auch wir waren vor kurzem im Bonsai-New York :-) auf dem Main Tower. Die Aussicht lohnt sich und ich war auch erstaunt, wie schnell es dann doch mit dem Aufzug hoch ging.

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