Porto Santo und Madeira – traumhafte Kombi

Strand von Porto Santo

Der Sandstrand von Porto Santo ist fast 9 Kilometer lang und auch bei schlechtem Wetter traumhaft schön. © Foto: Meike Nordmeyer

Jeder Schritt tut gut. Meine Füße fühlen sich wohl auf dem feinen, goldgelbenen Sand. Der Ausläufer einer Welle mit seinem weißen Kräuselband blubbert über meine Zehen. Mit einem Spaziergang am Strand fängt der Tag fantastisch an. Kein Mensch ist außer mir am frühen Morgen am Strand von Porto Santo unterwegs. Fluffige Sanddünen verdecken den Blick auf die dahinter liegenden Hotels. Der Himmel ist bedeckt, dicke graue Wolken hängen da oben. Zum Glück hat es gerade aufgehört zu regnen und ein schmaler hellgelber Streifen zwischen den Wolkenschichten deutet an, dass die Sonne da ist und bald wieder herauskommen will. Der Wind weht kräftig, doch er ist angenehm warm. Hohe Wellen brausen und donnern an den Strand. So eine starke Brandung ist immer faszinierend. Ich genieße die stürmische Stimmung am Morgen. Das gibt Energie.

Bei mildem, sonnigem Wetter, wenn das Meer ruhig daliegt, ist das Wasser nahe am Strand von smaragdgrüner Farbe, weiter draußen zeigt sich der Atlantik azurblau. So habe ich es auf diversen Fotos gesehen. Diesen Anblick live zu erleben, ist mir bei meinem kurzen Aufenthalt leider nicht vergönnt. Dafür muss ich unbedingt nochmal wiederkommen. Aber selbst bei dem trüben Wetter ist der Strand traumhaft schön.

Die kleine Insel Porto Santo, die etwa 40 Kilometer nordöstlich von Madeira liegt, hat einen fast 9 Kilometer langen Sandstrand zu bieten, der von einem Felsenpanorama auf beiden Seiten großzügig eingerahmt wird. Der Campo de Baixo genannte Strand an der Südküste der Insel ist auch deshalb ein Trumpf, da die große Schwesterinsel Madeira zwar über spektakuläre Felsküste, aber keinen natürlichen Feinsandstrand verfügt.

Eine Bica, serviert auf Porto Santo

Eine Bica, serviert auf Porto Santo – Lob und Dank für den portugiesischen Kaffee, der immer verlässlich gut serviert wird. © Foto: Meike Nordmeyer

„Auf Porto Santo kann man sich bestens erholen. Selbst in der Hochsaison ist der Strand nicht überlaufen“, sagt Higino Santos, Fremdenführer und Tourunternehmer auf der Insel, und ergänzt: „Wir kennen hier keine Hektik. Das ist für alle gut.“ Ein Aufenthalt am Strand ist immer wohltuend. Auf Porto Santo ist man aber darüber hinaus stolz darauf, dass der Sand therapeutische Wirkung hat. Durch einen hohen Anteil von Fossilien enthält er einen einzigartigen Mix an Mineralien und wirkt damit heilend vor allem bei Rheuma, Muskel- oder Hauterkrankungen. Auch deshalb wird Wellness auf der Insel besonders gepflegt. Ergänzend dazu gibt es ein großes Sportangebot.

Langsam trinkt Higino seine Bica aus, den typischen portugiesischen Espresso, dann geht es los auf eine Rundfahrt. Mit Begeisterung zeigt der 55-Jährige den Besuchern seine Insel, und das schon seit Jahrzehnten. Schon als 18-Jähriger hat er seinen Großvater auf Touren für Touristen begleitet. „So habe ich auch nebenbei Spanisch, Englisch, Deutsch und Französisch gelernt“, erzählt er stolz, während er die Kurven durch die karge Bergwelt zum Miradouro da Portela hochfährt. Denn er weiß, von diesem Aussichtspunkt bietet sich ein hervorragender Blick auf den langen Sandstrand, den Atlantik und die vorgelagerte unbewohnte Felseninsel Ilhéu de Baixo.

Seilbahn in Funchal

Ein Erlebnis, das auf Maderia dazugehört: mit der modernen Seilbahn über die Dächer von Funchal schweben. © Foto: Meike Nordmeyer

Kurz darauf fällt mir der Abschied vom Traumstrand schwer, doch ein weiteres lohnendes Ziel lockt. Nach entspannter Zeit auf Porto Santo fahre ich weiter nach Madeira. Die Fähre braucht etwa 2,5 Stunden zu der benachtbarten Blumeninsel. Der Hafen liegt in Funchal, der Hauptstadt des gesamten Archipels. Hier ist das Wetter zum Glück wieder überwiegend sonnig. Mit der modernen Seilbahn schwebe ich hinauf zum Bergdorf Monte, um von dort den Ausblick auf die mit Häusern überzogenen Berghänge und die große Bucht von Funchal zu genießen. Danach bietet sich ein Besuch im prächtigen Botanischen Garten an. Dort säumen zahlreiche Blüten die Wege, darunter Orchideen, Anthurien oder große Büsche, aus denen zahlreiche Strelitzien, die sogenannten Papageienblumen, ihre extravaganten Blütenköpfe hervorrecken. Dazu zeigt sich immer wieder von Neuem ein prächtiger Ausblick auf die Stadt und das Meer.

Botanischer Garten in Funchal

Ausblick vom Botanischen Garten in Funchal – mehr als 2000 Pflanzenarten gibt es auf dem gesamten Areal zu besichtigen. © Foto: Meike Nordmeyer

Später unternehme ich natürlich noch einen Bummel durch die Altstadt von Funchal. Dort laden zahlreiche Cafés und Restaurants zum Besuch ein. Eine Reise, zwei Welten: Porto Santo und Madeira bieten eine ideale Kombination für einen erlebnisreichen und entspannten Urlaub.

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Zu der Reise nach Porto Santo und Madeira bin ich von Olimar Reisen in Kooperation mit TAP Portugal eingeladen worden. Im Rahmen der Einladung habe ich im Hotel Pestana Carlton auf Madeira und auf Porto Santo im Hotel Resort Vila Baleira gewohnt.

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Meike Nordmeyer

Über Meike Nordmeyer

Hier bloggt Meike Nordmeyer, freie Journalistin aus Wuppertal. Auf ihrem Reiseblog meikemeilen schreibt sie über ihre Reisen rund um die Welt, und ihre liebsten Themen sind dabei Kultur und Genuss.
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4 Antworten auf Porto Santo und Madeira – traumhafte Kombi

  1. Sauer sagt:

    Einfach schön, bitte mehr

  2. Hannah sagt:

    Hallo Meike,
    Danke für diesen informativen Reisebericht, da bekomme ich gleich Fernweh! Deine Reisefotografien sind übrigens spitze – welche Kamera verwendest du?
    Ein phänomenales Foto ist die Ablichtung des Ausblicks vom Botanischen Garten in Funchal. Wunderschön wie du den Garten und die Stadt in diesem Bild verewigt hast! Kompliment an dich! ;)

    • meikemeilen meikemeilen sagt:

      Hallo Hannah,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass Dir meine Reiseberichte und die Fotografien gut gefallen. Ich fotografiere mit der Lumix DMC-TZ61 und auch sehr viel mit der Kamera an meinem iPhone 6. Das Bild vom Ausblick im Botanischen Garten habe ich beispielsweise mit dem iPhone aufgenommen. Das Fotografieren mit dem iPhone hat den Vorteil, dass ich die Bilder direkt posten kann. Das mache ich ja sehr gerne und sehr viel von unterwegs.
      Viele Grüße, Meike

  3. Natascha sagt:

    Porto Santo und Madeira sind ein Muss für jung und alt. Tolles Badeerlebnis, schöner Strand, viele Muscheln. Du hast mich mit diesem lesenswerten Bericht dazu animieren können, auch einmal Porto Santo zu besuchen.
    Liebe Grüße
    Natascha vom reiseblogmagazin.de

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