Neobarock mit Wärmepumpe – das Kameha Grand Hotel in Bonn

Begehbarer Blumentopf im Innenhof des Kameha Grand Hotel in Bonn
Die außergewöhnliche Ausstattung regt die Fantasie an: ein begehbarer Blumentopf im Innenhof des Kameha Grand Hotel in Bonn. © Foto: Meike Nordmeyer

Wozu einen Blumentopf gewinnen? Einen Blumentopf zu begehen, ist jedenfalls viel origineller. Möglich ist das im Kameha Grand Hotel in Bonn. Die Innenarchitektur und Ausstattung des Hauses stammt von dem international bekannten Designer Marcel Wanders. Er schuf im Kameha Grand eine verspielte und lustvoll ironische, neobarocke Pracht – und das macht das direkt am Rhein gelegene 5-Sterne-Haus zu einem ganz besonderen Ort. Überraschend sind da nicht nur die durchgängig in Knatschrot  gehaltenen Hotelflure. Zur Ausstattung gehören auch überdimensionierte weiße Kronleuchter und zwei im Innenhof platzierte riesige goldfarbene Blumentöpfe, von denen einer tatsächlich begehbar ist. Eine Metalltreppe lädt zum Hochsteigen auf die Plattform rund um den eingepflanzten Baum ein. Ein wahrlich besonderes Gefäß, in dem es auch schon einen Heiratsantrag gegeben haben soll. Ob da wohl jemand um die Hand einer schönen Gärtnerin angehalten hat?

Halle des Kameha Grand in Bonn
Beeindruckende Architektur: Die großzügige Halle des Kameha Grand Hotel in Bonn. © Foto: Meike Nordmeyer

Aber nicht nur die Ausstattung von Marcel Wanders, auch die von Karl-Heinz Schommer konzipierte Architektur des Hauses ist spektakulär. Hell und luftig präsentiert sich das von Glasflächen bestimmte Gebäude. Mit der geschwungenen Form erweist es seine Referenz an den Rhein und scheint wie eine Welle zu ihm hinzudrängen. Dabei zeichnet sich der Gebäudekomplex auch durch das vorbildliche Energiekonzept aus, denn er verfügt über eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit 919 KW Wärmeleistung und 625 KW Kälteleistung. Die Geothermie-Anlage deckt im Hotel nahezu 100 Prozent des Kältebedarfs ab sowie 70 Prozent der Heizwärmearbeit. Die Energieeinsparung beträgt 1700 MWh pro Jahr gegenüber einer konventionellen Versorgung mit Gaskessel. Das bedeutet eine Einsparung von 400 Tonnen COjährlich. Eine beträchtliche Menge, mit der die Umwelt entlastet wird.

Foyer des Kameha Grand Hotel in Bonn
Im Foyer des Kameha Grand Hotel in Bonn. © Foto: Meike Nordmeyer

Hier noch ein Tipp: Wer das Kameha Grand Hotel bei einem Tagesausflug nach Bonn besuchen möchte, um die Architektur, das Design und die besondere Atmosphäre zu erleben, der kann das beispielsweise auch sonntags oder feiertags bei einem Brunch. Von 12 bis 15 Uhr lässt sich unter den riesigen weißen Kronleuchtern mit Blick auf den Rhein speisen und dabei Kaffee und Cava schlürfen. Und auch der Blumentopf lädt dann zum Besuch ein.

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Mehr Infos zum Hotel: www.kamehagrand.com
Einen Blogartikel zum Spa-Bereich des Kameha Grand Hotel Bonn gibt es auf  Janets Blog „Teilzeitreisender“ zu lesen.

Im Rahmen des großen Twitter-Treffens #Twonn2013 in Bonn bin ich als Reisebloggerin zu einer Übernachtung im Kameha Grand Hotel Bonn eingeladen worden. Bereits bei der Wärmepumpen-Fachtagung 2010, ausgerichtet von der EnergieAgentur.NRW, habe ich das Kameha Grand Hotel als Tagungsort kennengelernt.

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