Streetart mit Herz und Wupper-Wippchen

Streetart mit Wupper-Wippchen
Streetart mit Herz und Schwebebahn, aufgenommen Anfang Februar 2018 in Wuppertal Elberfeld. © Foto: Meike Nordmeyer

Wusstet ihr, dass der Dichter Joachim Ringelnatz ein Gedicht über eine Fahrt mit der Schwebebahn geschrieben hat? Ich liebe seine Verse mit dem Titel „Wupper-Wippchen“. Schon diese Wortschöpfung passt so gut zu der Schwebebahn-Stadt, in der es eine Treppe gibt, die Tippen-Tappen-Tönchen heißt. Ob Ringelnatz sie gekannt hat?

Am Wochenende habe ich an einer anderen, dem Tippen-Tappen-Tönchen nahegelegenen Treppe in Wuppertal Elberfeld ein neues Stück Streetart entdeckt, das ein Herz und eine Schwebebahn zeigt. Da musste ich gleich an das Gedicht von Ringelnatz denken. Das ist mir nun ein schöner Anlass, beides hier im Blog zusammenzubringen.

Wupper-Wippchen

Als in Elberfeld wir in der Schwebebahn
Runter auf das Wupperwasser sahn
Und dann plötzlich unsre Blicke hoben
Gen einander ins Gesicht,
Hätten wir uns eigentlich verloben
Können. — Doch wir taten’s nicht.
Weil man manchmal in der Schwebe Schweigen
Vorzieht. Um bald wieder auszusteigen.

Joachim Ringelnatz

 

Anmerkung:
Inzwischen ist das oben gezeigte Stück Streetart längst wieder übermalt worden. So geht das eben mit der vergänglichen Kunstform Streetart. Um so schöner ist es, dass hier im Blog eine Erinnerung daran bestehen bleibt.
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