Direkt in den Dschungel

Meike im Indianer-Dorf

Zu Besuch in einem Dorf der Emberá-Indianer am Río Chagres in Panama. Dort bekomme ich einen Snack gereicht. Fisch und Kochbananen werden handlich in einem Bananenblatt serviert.
© Foto: Tanja / Meike Nordmeyer

Panama. Wer war schon in Panama? Ich fliege für eine Woche gemeinsam mit meiner Kollegin Tanja in das ferne Land mit dem klangvollen Namen. Nach der langen Anreise checken wir zunächst für drei Nächte im Hotel Continental in Panama City ein. Nur ein paar Stunden Schlaf – und schon geht es am nächsten Morgen ganz früh los mit dem ersten Ausflug in Begleitung von Vanessa, unserem Guide.

Eigentlich sind wir noch gar nicht richtig angekommen in Panama. Wir sind noch ganz benommen. Mit einem Minibus fahren wir auf einer großen lärmigen Straße aus der City raus in Richtung Dschungel, in den Nationalpark Chagres. Schon bald geht es weiter auf holprigen schmalen Straßen, die von dichtem Grün gesäumt sind. Handtellergroße blaue Schmetterlinge flattern quer über den Bus hinweg. Der Dschungel ist nicht weit entfernt von der Metropole. Nach einer knappen Stunde Fahrzeit steigen wir um. Mit einem Kanu, gefertigt aus einem großen Baumstamm und mit einem kleinen Außenbord-Motor versehen, geht es nun weiter auf dem Río Chagres. Mitten durch den Dschungel. Die Insassen des Kanus: vier Emberá-Indianer, Guide Vanessa, Tanja und Meike.

Der Fluss ist stellenweise nicht sehr tief, die Indianer müssen genau schauen, wo sie das Kanu herlotsen. Es gibt Krokodile darin, berichtet Vanessa. Die Indianer bestätigen das lässig. Nein, das sei nicht gefährlich, erklären sie auf Nachfrage. Um diese Zeit zumindest nicht. Am späten Nachmittag, wenn die Tiere hungrig werden, da sei es schon etwas anderes. „Aha“, murmel ich und schaue ins grün-braune, schlammige Wasser. Erst ein paar Stunden zuvor aus Deutschland in Panama angekommen, können Tanja und ich die intensiven Eindrücke noch gar nicht richtig verarbeiten.

Begrüßung der Indianer

Die Männer im Indianer-Dorf begrüßen uns mit Musik.
© Foto: Meike Nordmeyer

Kurz danach legt das Kanu an einem lehmigen Hügelaufgang an, und wir besuchen Parara Puru, was so viel wie Palmendorf heißt. In der Dorfgemeinschaft leben 81 Emberá-Indianer. Die Bewohner Antonio und Silia berichten uns über das noch weitgehend ursprüngliche Leben in diesem Dorf am Río Chagres, der nicht weit entfernt von dort zum Gatun-See aufgestaut wird und damit einen bedeutenden Teil des Panama-Kanals bildet. Vanessa übersetzt fleißig für uns. Wir hören gebannt zu und können gar nicht aufhören, immer wieder neue Fragen zu stellen. Die Emberá von Parara Puru empfangen regelmäßig Touristen in ihrem Dorf und können mit den Einnahmen ihren Kindern eine Schulausbildung ermöglichen. Eine eigene kleine Dorfschule gibt es, das einzige Gebäude aus Stein in Parara Puru. Die Lehrer kommen dafür aus der Stadt hergefahren.

Bevor in der großen mit Palmenblättern bedeckten Versammlungshütte ein traditioneller Tanz aufgeführt wird, bekommen wir zum Mittagessen einen Snack serviert. Der wurde in der Gemeinschaftsküche des Dorfes zubereitet. Es gibt Fisch. Wir bekommen leicht fritierten Tilapia und Kochbananen gereicht, beides ist gemeinsam in ein Bananenblatt eingewickelt. Köstlich! Wir mampfen und staunen.

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Zu der Reise hat das Fremdenverkehrsamt Panama (ATP – Autoridad de Turismo de Panamá) eingeladen, nachdem ich den Aufenthalt bei einer Verlosung auf der ITB 2012gewonnen habe. Mehr zu Panama: www.visitpanama.com

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Meike Nordmeyer

Über Meike Nordmeyer

Hier bloggt Meike Nordmeyer, freie Journalistin aus Wuppertal. Auf ihrem Reiseblog meikemeilen schreibt sie über ihre Reisen rund um die Welt, und ihre liebsten Themen sind dabei Kultur und Genuss.
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