Seebüll: Von Noldes Garten in den Malkurs

Gartenhaus in Seebüll

Dunkle Wolken, leuchtende Narzissen – eindrucksvolle Szenerie an Emil Noldes Gartenhaus in Seebüll im Norden von Nordfriesland. © Foto: Meike Nordmeyer

Werbung – Dieser Artikel wurde gefördert von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein.

Die Köpfe der gelben Narzissen wippen im Wind. Eben schien noch die Sonne, nun ziehen dunkle Wolken auf über dem Garten von Emil Nolde in Seebüll. Es entsteht ein dramatisches Licht, in dem die gelben Blüten um so mehr leuchten. Das ist echtes nordfriesisches Wetter im Monat Mai, in dem ich das Wohn- und Atelierhaus des Malers und seinen schönen Garten besuche. „Im Hochsommer ist hier alles voll mit bunten Blumen, da können Sie vor lauter Blüten nichts mehr von der Blumenerde sehen“, schwärmt Mechthild Gransow. Sie ist Kunsterzieherin und arbeitet in der Malschule, die zum Museum der Nolde Stiftung in Seebüll gehört. Ich laufe mit ihr durch den Garten, während sie voller Begeisterung von diesem Ort und von Emil Nolde und seiner Frau Ada erzählt. So erklärt sie zum Beispiel, wie sorgsam der Künstler seinen Garten geplant und angelegt hat. Dazu gehört auch, dass die Wege ein E und ein A bilden und somit die Initialien des Ehepaars. Wer es nicht weiß, wird es nicht bemerken. Wie gut also, dass Gransow darauf hinweist. Was für ein schönes Detail für Eingeweihte!

Emil und Ada Nolde kauften 1927 das Gelände, damals eine unbebaute Warft, und nannten sie Seebüll. Wer hier im Norden von Nordfriesland lebt, für den ist der Begriff Warft offenbar ganz selbstverständlich. Ich muss jedoch nachfragen, als das Wort ohne weitere Erklärung fällt. Es handelt sich um einen künstlich mit Erde aufgeschütteten Hügel, der Menschen und Tieren Schutz bei Sturmfluten bietet, so bringe ich in Erfahrung. Die Warft namens Seebüll gehört heute zur Gemeinde Neukirchen. Die dänische Grenze ist nur etwa einen Kilometer entfernt. Und auch das von Nolde so geliebte und immer wieder gemalte Meer ist nicht weit weg. Das war natürlich auch ein wichtiger Grund für die Standortwahl.

Wohn- und Atelierhaus in Seebüll

In klaren Linien und Formen: Das Wohn- und Atelierhaus Emil Noldes auf der Warft in Seebüll.
© Foto: Meike Nordmeyer

Auf ihrer Warft haben die Noldes ein Wohn- und Atelierhaus ganz nach ihren Vorstellungen errichten lassen. Das Atelier ist beispielsweise so ausgerichtet, dass es von Nordlicht erhellt wird. Das war für die Arbeit des Malers ideal, denn es herrscht in dem Raum tagsüber gleichbleibendes Licht. Mit seinen klaren geometrischen Formen zeigt das aus dunklen Klinkern errichtete Gebäude deutliche Anklänge an den Bauhausstil und hat dazu doch seinen ganz eigenen Charakter. Das Ehepaar wohnte gemeinsam in Seebüll bis Ada 1946 starb. Emil Nolde lebte dort dann noch weitere zehn Jahre bis zu seinem Tod 1956. Danach ist gesamte Areal mit seinem großen Bestand an Werken zur Stiftung und zum Museum gemacht worden. Wer sich für Kunst interessiert und die Bilder von Emil Nolde besonders schätzt, der muss unbedingt einmal einen Ausflug an diesen besonderen Ort unternehmen.

Blick ins Wohnzimmer

Die Spiegelung verrät es: Durch eine Glasscheibe können die Besucher im Wohn- und Atelierhaus in das Wohnzimmer der Noldes schauen. © Foto: Meike Nordmeyer

Das Wohn- und Atelierhaus bietet den Besuchern heute spannende Einblicke in das damalige Leben des Künstler-Ehepaars. Gleich am Eingang ermöglicht es eine Glasscheibe, direkt in das noch komplett original erhaltene Wohnzimmer der Noldes zu schauen, das in kräftigen, warmen Farbtönen gestaltet ist.

Über eine Treppe geht es weiter in den Bildersaal. Dort sorgt eine Fläche aus mattem Glas an der Decke für eine vorteilhafte indirekte Beleuchtung. Die kräftigen Farben der Gemälde scheinen zu glühen. Dicht an dicht stehen sie dort aufgereiht. Genauso hat Nolde seine Werke auch selbst einst aufgestellt, um sie im engen Zusammenspiel betrachten zu können. Heute zeigt die Stiftung Seebüll in diesen und weiteren Räumen immer wieder andere Zusammenstellung der Bilder aus dem reichen Fundus. Die Ausstellung wechselt jedes Jahr zur neuen Saison. Derzeit ist die 61. Jahresausstellung zu sehen unter dem Titel „150 Jahre Nolde – Meisterwerke“. Sie läuft noch bis zum 30. November 2017, also bis der Museumsbetrieb der Stiftung Seebüll bis zum folgenden März in Winterpause geht.

Vier Gemälde von Nolde

Selbstportraits und große Blüten – vier Gemälde von Emil Nolde, die im Bildersaal im Wohn- und Atelierhaus in Seebüll zu sehen sind. Oben links: Emil Nolde, „Selbstbild“, Gemälde 1917; daneben „Emil Nolde“, Gemälde 1947; unten links „Lichte Dahlien und Sonnenblumen“, Gemälde 1943; daneben „Großer Mohn (rot, rot, rot)“, Gemälde 1942.
© Nolde Stiftung Seebüll. Foto: Meike Nordmeyer

Roter Klatschmohn, leuchtend gelbe Sonnenblumen neben bunten Dahlien – beim Eintreten in den Bildersaal fallen sogleich die Gemälde mit den riesigen Blüten auf. Vor allem für solche Bilder ist Nolde bekannt. Direkt darüber sind zwei Selbstportraits von ihm zu sehen. Eins zeigt ihn als 80-Jährigen in einem blauen Malerkittel. Und genau dieser Kittel ist an einem anderen Ort des Museums in einer Vitrine zu sehen – wie passend.

Zu den Blüten sind im Bildersaal auch Gemälde vom Meer, von Wellen und Wolken zu sehen. „Hohe See, bewegte Wolken“, lautet da beispielsweise der Titel von einem Werk von 1948. Aber nicht nur Blumen und Landschaften auch Bilder von Tänzerinnen oder von „Leuten im Dorfkrug“ finden sich in der Zusammenstellung, sodass auch noch ein wesentlich breiteres Themenspektrum sichtbar wird. In einigen weiteren Räumen des Wohn- und Atelierhauses sind auch noch zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen ausgestellt. Was für ein besonderer Kunstgenuss, an diesem Ort und somit bei Nolde zu Hause seine Werke im Original anschauen zu können.

Als ich mit der Kunsterzieherin Gransow wieder zurück in den Garten komme, schaue ich das reizende kleine reetgedeckte Gartenhaus nochmal genauer an. Ich trete in den kleinen Innenraum ein, um dort die heimelige Atmosphäre auf mich wirken zu lassen. Das Häuschen ist sicherlich auch inspiriert von der gemeinsamen Südsee-Reise der Noldes, auf der sie solche einfachen Hütten kennengelernt hatten. Und zugleich mutet es auch an wie ein winziges friesisches Haus. Diese völlig verschiedenen Anklänge gehen mit diesem Schmuckstückchen eine perfekte Symbiose ein. Die Noldes nannten es das „Seebüllchen“ und zogen sich gerne dahin zurück, um Kaffee zu trinken, zu plaudern, zu lesen. Emil Nolde malte dort auch häufig seine Blumen-Aquarelle. Bei windigem oder regnerischem Wetter fand er dort ein geschütztes Plätzchen und konnte dennoch auf das Blütenmeer seines Gartens schauen. „Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an… die Reinheit dieser Farben, ich liebte sie …“, notierte er zu diesem Thema, so ist es auf der Webseite der Nolde Stiftung zu lesen.

Pinsel, Farben und Blumen

Schöne Kombi: Pinsel, Farben und Blumen – Malkurs in der Nolde Stiftung Seebüll. © Meike Nordmeyer

Während ich fasziniert im Gartenhäuschen stehe, pflückt Mechthild Gransow draußen ein paar ausgewählte Blumen, die nun als Modell beim Malkurs dienen sollen. Denn wer mag, der kann in Seebüll nicht nur die Bilder von Nolde bewundern, sondern auch selbst kreativ werden und zum Pinsel greifen. Die Malschule ist in einem modernen Gebäude untergebracht, das sorgsam in das Gesamtensemble eingepasst wurde. Es bildet den Eingangsbereich für die Besucher, weitere Ausstellungsräume befinden sich darin und vor allem auch das Café und der Museumsshop.

Pinsel, Farben, Papier – alles steht schon bereit für die kreative Einheit, an der ich nun gemeinsam mit Besucherin Katrin teilnehmen darf. Gransow legt die mitgebrachten Blumen vorsichtig auf den Tisch und gibt erstmal ein paar Empfehlungen, wie die Pinsel und die Farben am besten zu verwenden sind. Und dann legt sie auf ihrem Blatt gleich los und malt freie, lockere Linien zunächst mit der schwarzen Tusche. Ich schaue ihr fasziniert zu und bin noch unschlüssig, wo und wie ich auf meinem weißen Blatt beginnen soll.

Im Malkurs

Selber malen in Noldes Seebüll – Kursteilnehmerin Katrin ist ganz versunken in die kreative Arbeit mit dem Pinsel. © Foto: Meike Nordmeyer

Ich greife zum Pinsel und tauche ihn in die schwarze Tusche. Zaghaft male ich die ersten Striche für die Blüten, die da auf meinem Papier entstehen sollen. Natürlich denke ich auch daran, dass  Nolde hier einst so großartig gemalt hat. Und was tue ich dann jetzt? Doch darum geht es nicht, das ist auch schnell klar. Worauf es ankommt, ist der eigene Impuls, und die Lust daran, auszuprobieren, was mit Pinsel und Farbe auf dem Papier entsteht. Schwarze Linien sind jetzt schon da. Spannend wird es nun, die Aquarellfarben zu verwenden, sie auf dem Blatt leuchten zu lassen, ihnen zu folgen, wie sie sich verteilen und zusammenfügen. Da packt es mich schnell und sogleich bin ich mittendrin in der kreativen Tätigkeit. Die Zeit vergeht wie im Flug. Eine Stunde für den kleinen Probe-Malkurs ist da viel zu kurz und macht Lust auf mehr. Kunsterzieherin Gransow schaut anerkennend auf unsere Bilder und hängt sie dann zum besseren Betrachten an die Wand. Farbenfroh sind die Arbeiten auf jeden Fall geworden. Während die Bilder nun trocknen, schaue ich die kleine biographische Ausstellung zu Nolde an, die in dem Gang vor der Malschule eingerichtet ist. Der blaue Malkittel des Künstlers ist dort in einer Vitrine zu finden. Daneben steht der original Tontopf, den Nolde für seine Pinsel verwendete und der herrliche Farbkleckse aufweist.

Malkittel und Pinseltopf

Emil Noldes Malkittel und sein Pinseltopf sind in der Ausstellung in Seebüll zu sehen. © Foto: Meike Nordmeyer

Nach dem Besuch der Ausstellung gehört natürlich auch ein Blick in den Museumsshop dazu. Und der ist hier besonders zu empfehlen. Denn neben den üblichen Artikeln in solchen Läden hat dieser auch ganz besondere Dinge zu bieten, die nicht nur mit der Ausstellung und mit Nolde zu tun haben, sondern möglichst auch einen regionalen Bezug bieten. Solche Projekte für den Shop zu gestalten, das liegt der zuständigen Kuratorin Caroline Dieterich besonders am Herzen. So gibt es beispielsweise einen Fruchtaufstrich zu kaufen, der aus Wildmirabellen eingekocht wird, die in Noldes Garten geerntet werden. Ein regionaler Produzent stellt diese Spezialität im Auftrag der Nolde Stiftung her. Aufgrund der begrenzten Menge an Mirabellen im Garten gibt es freilich nur eine kleinere Zahl an Gläsern im Verkauf. Wohl dem, der so wie ich eins davon erwischt. Denn der Fruchtaufstrich ist köstlich und der Genuss zu Hause eine ganz besondere Erinnerung an den Ausflug nach Seebüll.

Ein ebenfalls besonderes Souvernir ist Noldes Pinseltopf, den es im Museumshop als Nachbildung zu kaufen gibt. In einer Töpferei im nahegelegenen Niebüll werden diese Stücke originalgetreu handgefertigt. Zudem entsteht noch ein weiteres Mitbringsel in dieser Töpferei, das ist das „Nolde-Tier“. Die Idee dahinter: Für jede Saison wird erneut ein Wesen aus Noldes Bildern ausgewählt, das in der Töpferei Gestalt annimmt. Diese schöne Aktion läuft jetzt im dritten Jahr und für diese Saison ist das gestreifte Tier kreiert worden – eine Mischung aus Zebra und Giraffe mit schönen lachsfarbenen Streifen – so wie es Nolde gezeichnet hat.

Nolde-Tier

Schön gestreift – das ist das Nolde-Tier 2017, das es im Museumsshop der Nolde Stiftung in Seebüll gibt.
© Foto: Meike Nordmeyer

das Nolde-Tier

Gisela Rerup zeigt das Nolde-Tier 2017, das in ihrer Töpferei gefertigt wird. Im Regal sind auch die Rohlinge für den Pinseltopf zu sehen. © Foto: Meike Nordmeyer

Diesem gestreiften Wesen aus Ton gehe ich nun noch weiter auf die Spur. Gisela Rerup und Jens Maß warten schon auf mich. Ich besuche ihre Friesentöpferei in Niebüll, in der die Nolde-Tiere schlüpfen. „Wenn wir die Vorlage für ein neues Tier von der Nolde Stiftung bekommen, dann forme ich das erste Stück ganz frei mit der Hand. Das macht am meisten Spaß. Dabei muss ich genau schauen, wie ich es hinbekomme, dass das Tier auch den richtigen Gesichtsausdruck erhält“, erklärt Inhaberin Gisela Rerup. Im Anschluss an diesen entscheidenen ersten Arbeitsschritt erstellen die beiden Töpfer-Meister dann einen Abdruck von dem Prototypen und fertigen so eine Form an, damit das Tier in Serien-Produktion für den Museumshop gehen kann. Das „Gestreifte Tier“ ist nun schon das dritte Nolde-Wesen, das in der Töpferei gefertigt wird. Für das Ehepaar Rerup und Maß ist das eine besonders schöne Aufgabe. Und spannend ist es für sie und ebenso für die Museumsbesucher, was für ein Wesen des Künstlers im kommenden Jahr Gestalt annehmen wird.

Form für das Nolde-Tier

Die Form für das Nolde-Tier 2017. © Foto: Meike Nordmeyer

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Weitere Informationen
Die Nolde Stiftung in Seebüll ist vom 1. März bis 30. November geöffnet, montags bis sonntags, auch an Feiertagen, von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 3 Euro, für Kinder bis 12 Jahren ist der Eintritt frei. Eine Familienkarte gibt es für 15 Euro. (Stand der Infos: Juli 2017.)

Neben der 61. Jahresausstellung „150 Jahre Emil Nolde – Meisterwerke“ ist im Außenbereich derzeit auch eine Ausstellung mit Skulpturen von Henry Moore zu sehen. Erstmalig seit ihrem Bestehen zeigt die Nolde Stiftung damit Werke eines anderen großen Künstlers. Beide Ausstellungen laufen bis Saisonende am 30. November 2017.

Die zur Nolde Stiftung gehörige Malschule Seebüll bietet in der Zeit von April bis Oktober ein Programm mit Kursen, Workshops und Seminaren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Nähere Informationen zur Nolde Stiftung Seebüll sowie zur Malschule und deren Programm

Weitere Blogartikel
In einem vorangegangenen Blogartikel schreibe ich über Emil Nolde und die Ausstellung über seine große Südsee-Reise, die noch bis 3. September 2017 in Schleswig zu sehen ist.

Elke vom Meerblog hat ebenfalls die Nolde Stiftung besucht. Sie hat den Garten im Sommer in voller Blütenpracht erlebt und erzählt hier davon: Nolde und die Blumen

Dieser Beitrag wurde gefördert von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein. Zu der Tour erst nach Schleswig, dann weiter nach Seebüll und schließlich nach List auf Sylt bin ich eingeladen worden. Die Nolde Stiftung hat mich zum Besuch des Museums und des Malkurses eingeladen.

Zimmer im Nordpalais

Stilvoll mit viel Gold und feiner Farbwahl: Mein Zimmer in der Nolde-Suite im Nordpalais. © Foto: Meike Nordmeyer

Im Rahmen dieser Einladung habe ich zum Besuch in Seebüll im Nordpalais in der nahegelegenen Ortschaft Horsbüll übernachtet. Das Nordpalais ist eine Unterkunft in einem alten Landhaus, die mit einem sehr besonderen Stil und passenderweise auch mit einer Nolde-Suite aufwartet. Mehr Infos dazu gibt es auf der Webseite des Nordpalais.

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Zum Weiterlesen

Meike Nordmeyer

Über Meike Nordmeyer

Hier bloggt Meike Nordmeyer, freie Journalistin aus Wuppertal. Auf ihrem Reiseblog meikemeilen schreibt sie über ihre Reisen rund um die Welt, und ihre liebsten Themen sind dabei Kultur und Genuss.
Dieser Beitrag wurde unter KULTUR, Kunst, Seebüll abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten auf Seebüll: Von Noldes Garten in den Malkurs

  1. Elke sagt:

    Hallo liebe Meike,
    danke dir fürs Erwähnen! Den Malkurs finde ich schön, wobei ich nicht so zu Aquarellfarben neige. ;-) Gab es auch andere Möglichkeiten?
    Ich muss unbedingt noch in die aktuelle Ausstellung gehen.
    Liebe Grüße, Elke

    • meikemeilen meikemeilen sagt:

      Liebe Elke,
      sehr gerne habe ich Deinen schönen Artikel erwähnt. Die Malschule in Seebüll bietet auch einige Kurse mit anderen Techniken. Wenn Du magst, kannst Du auch töpfern. Ich habe ja meine große Freude am Aquarellieren entdeckt, nachdem ich es neulich auf einem Kreuzfahrtschiff schon wieder tat. Da werde ich auch noch drüber bloggen.
      Viele Grüße, Meike

  2. Liebe Meike,
    wieder mal ein schöner Artikel, der mir Lust gemacht hat, dorthin zu fahren!
    Eine Frage hab‘ ich aber schon jetzt: Wird in dem biografischen Teil der Dauerausstellung auch auf Noldes glühende Nazi-Gesinnung eingegangen, oder wird das „gnädig“ verschwiegen? Ist ja immer eine spannende Frage, wie damit umgegangen wird, wenn ein schönes und bedeutendes Werk und die mehr als zweifelhafte Gesinnung seines Schöpfers so weit auseinander klaffen.
    Herzliche Grüße, Anne-Kathrin

    • meikemeilen meikemeilen sagt:

      Liebe Anne-Kathrin,
      das freut mich sehr, dass Dir der Artikel gut gefallen hat.
      Zu Deiner Frage, die sehr berechtigt ist: Ja, in dem biographischen Teil der Ausstellung wird auf einer Tafel auf das Thema Nolde und der Nationalsozialismus eingegangen. Auch auf der Homepage der Nolde Stiftung ist es in den biografischen Angaben zu Nolde zu finden. Da kannst Du also auch mal nachschauen, was man dort dazu schreibt. Zudem erwartet die Nolde Stiftung noch in diesem Jahr den Forschungsbericht von Prof. Dr. Fulda und Prof. Dr. Soika. Diese haben in den vergangenen drei Jahren das Thema Nolde im Nationalsozialismus grundlegend erforscht. Sobald die endgültigen Ergebnisse vorliegen, wird auch die biographische Ausstellung in Seebüll umfassend an den neuesten Forschungsstand angepasst, so teilte man mir dort auf Nachfrage mit.
      Viele Grüße, Meike

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