Seebüll: Von Noldes Garten in den Malkurs

Gartenhaus in Seebüll

Dunkle Wolken, leuchtende Narzissen – eindrucksvolle Szenerie an Emil Noldes Gartenhaus in Seebüll im Norden von Nordfriesland. © Foto: Meike Nordmeyer

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Die Köpfe der gelben Narzissen wippen im Wind. Eben schien noch die Sonne, nun ziehen dunkle Wolken auf über dem Garten von Emil Nolde in Seebüll. Es entsteht ein dramatisches Licht, in dem die gelben Blüten um so mehr leuchten. Das ist echtes nordfriesisches Wetter im Monat Mai, in dem ich das Wohn- und Atelierhaus des Malers und seinen schönen Garten besuche. „Im Hochsommer ist hier alles voll mit bunten Blumen, da können Sie vor lauter Blüten nichts mehr von der Blumenerde sehen“, schwärmt Mechthild Gransow. Sie ist Kunsterzieherin und arbeitet in der Malschule, die zum Museum der Nolde Stiftung in Seebüll gehört. Ich laufe mit ihr durch den Garten, während sie voller Begeisterung von diesem Ort und von Emil Nolde und seiner Frau Ada erzählt. So erklärt sie zum Beispiel, wie sorgsam der Künstler seinen Garten geplant und angelegt hat. Dazu gehört auch, dass die Wege ein E und ein A bilden und somit die Initialien des Ehepaars. Wer es nicht weiß, wird es nicht bemerken. Wie gut also, dass Gransow darauf hinweist. Was für ein schönes Detail für Eingeweihte! Weiterlesen

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Bei Lessing in Wolfenbüttel – dem Dichter ganz nah

Lessinghaus mit Skulptur davor

Es ist Nathan der Weise, der da vor dem Lessinghaus in Wolfenbüttel steht. Bildhauer Erich Schmidtbochum hat die Skulptur im Jahr 1961 geschaffen und damit der Hauptfigur aus Gotthold Ephraim Lessings berühmten Ideendrama ein Denkmal gesetzt. © Foto: Meike Nordmeyer

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Im Lessinghaus

Der Gartensaal im Lessinghaus. Die Stühle verweisen auf die Besucher, die öfter im Hause Lessing weilten, wie beispielsweise der Schriftsteller Adolph Freiherr von Knigge und der Philosoph Moses Mendelssohn. © Foto: Meike Nordmeyer

Die alten Dielen knarzen. Langsam laufe ich über den Holzboden im Lessinghaus in Wolfenbüttel. Ich bin für einige Zeit ganz allein in den einstigen Wohnräumen des berühmten Dichters der Aufklärung. Das ist ein besonderer Moment, denn so kann ich mich auf die Geräusche des Raumes konzentrieren und die besondere Atmosphäre erspüren. Wahrscheinlich haben die Dielen zu Lessings Zeiten schon an genau denselben Stellen unter den Schritten geächzt wie heute. Und Lessing kannte die besonderen Knarzpunkte sehr genau, denn – so stelle ich es mir zumindest vor – er lief sicherlich öfters sinnierend durch diese Räume. Weiterlesen

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In Schleswig mit Nolde in die Südsee reisen

Blick auf Schleswig

Blick von Busdorf über den Ostseefjord Schlei hinweg auf Schleswig. © Foto: Meike Nordmeyer

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Der Wind kräuselt das dunkelblaue Wasser. In kleinen Wellen platscht es an die Pfosten des Holzstegs und lässt das weiße Boot davor schaukeln. Ich stehe auf dem Holzsteg und blicke von der Ortschaft Busdorf über die Schlei hinweg nach Schleswig hinüber. Der hohe Turm des Doms von Schleswig ist gut zu erkennen. Die Schlei, das ist ein weit ins Land hineinragender Meeresarm der Ostsee, der geologisch etwas ungenau aber dafür wohlklingend auch als Ostseefjord bezeichnet wird. Ich bin zum ersten Mal an der Schlei und bin sogleich begeistert von der Landschaft. Doch gekommen bin ich nicht für die Ostsee, sondern für das Thema Südsee. Der Anlass für meinen Besuch ist eine Ausstellung im Nolde-Jahr zum 150. Geburtstag des berühmten Malers. „Nolde in der Südsee“, so lautet der Titel der Ausstellung, die ich mir am nächsten Tag im Gottorfer Schloss von Schleswig anschauen will. Weiterlesen

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Kreuzfahrt durch den Orient mit der Aida Stella

Blick auf Dubai

Dubai vom Burj Khalifa aus gesehen, vom höchsten Gebäude der Welt. Die Aussichtsterrasse im 124 Stock auf 442 Metern Höhe bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt, die Wüste und den Ozean.
© Foto: Meike Nordmeyer

Eben haben die zahlreichen Hochhäuser an der zwölfspurigen Sheikh Zayed Road in Dubai noch beeindruckt. Doch das kann sich schnell ändern in dem Emirat, in dem das höchste Gebäude der Welt steht, der Burj Khalifa mit 828 Meter Höhe. Wie viele andere Passagiere der Aida Stella nutze auch ich die Zeit, in der das Kreuzfahrtschiff im Hafen von Dubai liegt, für einen Ausflug zum Burj Khalifa und zur Auffahrt auf die Aussichtterasse im 124. Stock auf 442 Meter Höhe. Von dort bietet sich ein weiter Blick auf die Stadt, die Wüste und den Ozean. Die Hochhäuser an der Sheikh Zayed Road scheinen mir jetzt verblüffend klein. Sie reichen nur etwa 250 bis 355 Meter in die Höhe. Was ist das schon? So schnell wandelt sich die Perspektive in diesem futuristisch anmutenden Emirat. Weiterlesen

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Das Finale in List: Der 4. Stempel im Zipfelpass

Am nördlichsten Punkt im Zipfelort List

Meine vierte Zipfeltour führte mich in den Zipfelort List. Hier stehe ich am nördlichsten Punkt von Deutschland am Ellenbogen von Sylt.
© Foto: BS / Meike Nordmeyer

Da ist das Schild! Freudig stapfe ich durch den feinen, hellen Sand am Ellenbogen von Sylt. Wenn ich am Strand bin, dann bin ich immer froh, doch jetzt freue ich mich besonders, denn ich bin in einer ganz bestimmten Mission unterwegs. Ich steuere auf das Schild zu, das am Saum der Dünen steht und mir anzeigt, dass ich am Ziel bin: „Herzlich willkommen am nördlichsten Punkt Deutschlands“, steht darauf geschrieben. Nun habe ich mir im Zipfelort List meinen vierten Stempel im Zipfelpass so richtig verdient, und das Dokument ist damit vollständig, denn ich habe den südlichsten, östlichsten, westlichsten und nun den nördlichsten Punkt Deutschlands besucht. In dieser Reihenfolge war ich in Oberstdorf, in Görlitz, im Selfkant und nun in List auf Sylt – also in allen vier Orten beziehungsweise Gemeinden, die sich zum Zipfelbund zusammengetan haben. Vier Zipfelorte in vier Jahren – das ist die Herausforderung, die ich gerne angenommen habe. In alle Himmelsrichtungen von Deutschlands so weit wie möglich zu reisen – das ist einfach eine schöne Idee!
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ExtraSchicht: Klaviermarathon in Bochum

Klavier-Festival Ruhr

Erkennungszeichen für das Klavier-Festival Ruhr – der mobile rote Flügel gehört immer dazu.
© Foto: Meike Nordmeyer

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Am 24. Juni 2017 heißt es wieder „ExtraSchicht“. Dann lädt die „Nacht der Industriekultur“ in 20 Städten der Metropole Ruhr zu Events an 48 Spielorten ein. Auch das Klavier-Festival Ruhr ist wieder dabei. Das Festival richtet an diesem Abend traditionell einen Klavier-Marathon in der Jahrhunderthalle in Bochum aus. Ich war im vergangenen Jahr dabei und habe für den Blog „Bochum. Von hier aus“ berichtet. Nun veröffentliche ich den Artikel hier auf meikemeilen nochmal zur Vorankündigung und als Veranstaltungstipp für den kommenden Klaviermarathon im nächsten Monat. Denn wer Klaviermusik liebt, sollte sich einen Besuch dort nicht entgehen lassen. Weiterlesen

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Vom Rhythmus der Teebeutel in Joure

Skulptur "Die drei Touristen" in Joure

Der Blick nach oben – die Skulptur „Drei Touristen“ von Annet Haring steht in der Fußgängerzone des friesischen Örtchens Joure. © Foto: Meike Nordmeyer

Immer diese Touristen. Sie stehen einfach da und schauen nach oben. Und ich stehe einfach da und schaue die Nachobengucker an. Die kleine Bronzeskulptur von Annet Haring in der Fußgängerzone des friesischen Städtchens Joure hat es mir angetan. Ich mag die Figuren mit Hund sehr. „Drei Touristen“ heißt das kleine Werk, das auf einem Steinsockel ruht. Natürlich wende ich auch meinen Kopf nach oben, um zu erkunden, wohin die kleine Gruppe schaut. Der stattliche Kirchturm, der Jouster Toren, ist es, der die Leutchen mit der Nase nach oben stehen lässt und nun bei mir die gleiche Körperhaltung bewirkt. Weiterlesen

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Neue Rubrik: meikeknoten – auf dem Wasser unterwegs

Kommt mit meikemeilen an Bord!
Hier gibt es jetzt eine neue Rubrik: meikeknoten.
Die neue Seite gibt einen Überblick über alle Blogartikel von meinen Touren mit Kreuzfahrtschiffen, Fährschiffen oder auch einem Hausboot.
meikeknoten – klickt doch direkt mal rein!

Mein Schiff 1

Die Mein Schiff 1 ankert vor Phuket. © Foto: Meike Nordmeyer

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